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Schmitte Menzberg - Teil des immateriellen Kulturerbes

Schmitte Menzberg - Teil des immateriellen Kulturerbes

12.04.2026

Seit heute trägt die Schmitte Menzberg an ihrer Hausmauer die offizielle Tafel «Lebendige Traditionen - das Schmieden». Diese sichtbare Auszeichnung ist weit mehr als ein dekoratives Schild: Sie verankert die Schmitte Menzberg in einem nationalen und internationalen Rahmen zum Schutz des kulturellen Erbes.

Was bedeutet «immaterielles Kulturerbe»?

Als immaterielles Kulturerbe gelten lebendige Traditionen und Praktiken, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und einer Gemeinschaft Identität und Kontinuität verleihen. Dazu zählen etwa Musik, Tanz, Feste, Bräuche – oder traditionelle Handwerkstechniken wie das Schmieden.

Im Gegensatz zum materiellen Kulturerbe – beispielsweise historischen Bauwerken – ist das immaterielle Kulturerbe ständig im Wandel. Es lebt davon, dass Menschen es aktiv praktizieren, weiterentwickeln und weitergeben.

Die Schweiz hat das UNESCO-Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes im Jahr 2008 ratifiziert und sich damit verpflichtet, solche Traditionen gezielt zu fördern und zu schützen.

Die «Liste der lebendigen Traditionen» – das Schweizer Inventar

Die Liste der lebendigen Traditionen ist das nationale Inventar des immateriellen Kulturerbes in der Schweiz. Sie wird vom Bundesamt für Kultur in Zusammenarbeit mit Kantonen und Fachorganisationen geführt und regelmässig aktualisiert.

Aktuell umfasst die Liste über 200 Einträge und bildet die Grundlage für mögliche Nominierungen auf internationaler Ebene. Eine Aufnahme ist anspruchsvoll und erfolgt nur in mehrjährigen Abständen – entsprechend hoch ist ihre Bedeutung.

Das Schmiedehandwerk – seit 2023 offiziell anerkannt

Im Jahr 2023 wurde das Schmiedehandwerk offiziell in die Liste der lebendigen Traditionen auf nationaler Ebene aufgenommen. Die Initiative dazu ging von Fachverbänden und der Interessengemeinschaft IG-Schmiede aus.

Diese Anerkennung hat einen ernsten Hintergrund: In der Schweiz werden jährlich nur noch wenige Fachkräfte im Bereich Schmieden ausgebildet – mit rückläufiger Tendenz. Die Aufnahme in die Liste soll dazu beitragen, dieses wertvolle Wissen zu erhalten, sichtbarer zu machen und an kommende Generationen weiterzugeben.

Die Schmitte Menzberg – Teil dieses Erbes

Die Schmitte Menzberg verkörpert genau das, was dieses Kulturerbe ausmacht: das Wissen um Feuer, Amboss und den präzisen Hammerschlag – und den Willen, dieses Wissen offen zu teilen.

Mit der Montage der offiziellen Tafel bekennt sich die Schmitte Menzberg klar zu ihrer Rolle: als aktiver Teil dieser lebendigen Tradition. Hier wird Schmieden nicht als nostalgisches Relikt verstanden, sondern als gelebte Kultur.

Die Tafel ist damit nicht nur ein Zeichen nach aussen, sondern auch eine Verpflichtung nach innen – zur Pflege, Weiterentwicklung und Weitergabe dieses Handwerks.

Mehr Informationen:

www.lebendige-traditionen.ch

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